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Weltoffen und nicht aus der Ruhe zu bringen:
Sóller & Port de Sóller

Als ausgesprochen sympathisch und gastfreundlich beschreiben Reisende immer wieder die Stadt Sóller. Inmitten eines weiten, sehr sonnigen, durch die umgebenden Berge großartig windgeschützten Tals konnte sich ein lebhaftes Gemeinwesen entwickeln. Immerhin leben dort mehr als 10.000 Menschen. Lange Zeit war das von imposanten Bergen umschlossene Tal jedoch gänzlich abgeschottet von anderen Ansiedlungen der Insel.
  Mit der Inbetriebnahme einer Eisenbahnverbindung nach Palma im Jahr 1912, die auf ihrem spektakulären Weg über diverse Brücken immerhin auch durch neunzehn Tunnel führt, hatte die Isolation ein Ende. Seitdem bot der „Rote Blitz“, der zunächst hauptsächlich ein Güterzug war, seinen Mitreisenden eine unvergessliche Fahrt durch eine außerordentlich attraktive Landschaft. Inzwischen genießen fast nur noch Touristen dieses fünfzigminütige Erlebnis, denn in den sechziger Jahren wurde eine erste, stellenweise ziemlich steile Straße über den 496 Meter hohen Pass von Sóller gebaut und seit Februar 1997 erleichtert ein 3 Kilometer langer Straßentunnel die Anreise.
In dem milden Klima des üppigen, wasserreichen Umlandes wachsen Feigen, Mandeln, Datteln, Aprikosen und Zitronen. Das beste Olivenöl der Insel stammt ebenfalls von hier. Aber es waren besonders die herbsüßen Apfelsinen, denen Sóller bis ins 19. Jahrhundert seinen Wohlstand verdankte. Ein wenig nostalgisches Flair umgibt den Ort auch noch heute. Der gemütliche Hauptplatz, eingefasst von den hübschen Fassaden schmucker Bürgerhäuser ist Ausdruck dieser einstmaligen Orangen-Blüte. Die Pfarrkirche Sant Bartomeu mit ihrer verspielten Jugendstilfassade gibt der Stadt ihren historischen Mittelpunkt. Die wechselvolle Geschichte des Gotteshauses ist in den Außenanlagen und in seinen Innenräumen an vielen Stellen ablesbar. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das gegenüberliegende Gebäude der Banco de Sóller, der nahegelegene Bahnhof und der 1992 angelegte Botanische Garten. Und das in einem Herrenhaus untergebrachte Museu Casal de Cultura gewährt Einblicke in die Vergangenheit der Insel.
Bisweilen wird man beim Durchstreifen der Stadt abrupt aus den Gedanken gerissen, wenn die originelle, beinahe einhundert Jahre alte Schmalspur-Straßenbahn auf ihrem Weg zum Hafen vorbeirattert. Innerhalb von zwanzig Minuten erreicht das rumpelnde, wackelige Vehikel mit seinen offenen Wagen den fünf Kilometer entfernt liegenden, vom offenen Meer beinahe gänzlich abgeschlossenen Hafen in einer beinahe kreisrunden Bucht, malerisch eingerahmt von steilen Gebirgsmassiven. Von hier aus sind eine Vielzahl von touristischen Schiffsausflügen entlang der reizvollen Küste möglich. Darum herrscht hier in der Saison auch immer reichliche Betriebsamkeit, die mitunter zu einem großen Durcheinander führen kann, weil die zahlreichen breiten Busse die enge Hauptstraße blockieren.
Wenn die Ausflugsgesellschaften den Ort verlassen haben, kehrt wieder jene beschauliche Ruhe ein, die Port de Sóller so unverwechselbar macht. Sowieso ist auffällig, dass die Gäste eher dem gesetzten Alter zuzurechnen sind. Die beiden kleinen, steinigen Strände und die, bedingt durch eine Unmenge dort ankernder Schiffe, verminderte Badewasserqualität haben sicherlich dazu beigetragen, dass sich die jungen Leute eher woanders vergnügen. Während der Wandersaison im Frühjahr und Herbst erfreut sich das Städtchen übrigens noch größerer Beliebtheit als im Hochsommer. Der nördliche Ortsteil mit dem Hafen, einer Station der altertümlichen Straßenbahn nach Sóller und einer Haltestelle der Überlandbusse dient eher dem Ausflugsbetrieb, während im südöstlichen Bereich eine kleine Fußgängerpromenade zum Bummeln einlädt.
Einen faszinierenden Panoramablick über die großartige Bucht gewährt an der Westseite der Cap Gros-Leuchtturm, oder im Norden die ehemalige Wach-Anlage „Torre de Picada“; beide Aussichtspunkte sind gut zu Fuß zu erreichen.



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