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Verlorene Schlacht und weltberühmte Schuhe: Llucmajor

Mit ca. 20.000 Einwohnern und mit einer 325 Quadratkilometer großen Ausdehnung ist Llucmajor die größte Gemeinde und viertgrößte Stadt Mallorcas. Allein die Steilküste erstreckt sich 30 Kilometer lang zwischen S'Arenal und dem Hafen von Sa Rapita. Der Ort selbst liegt in der Ebene El Pas, eingefriedet durch große Aprikosen-, Johannisbrot- und Mandelbaumanpflanzungen und unweit von drei Stränden der unterschiedlichsten Art: Im Süden der Strand der Cala Pi, im Südwesten der berühmte Touristenstrand von S’Arenal und im Südosten der sehr natürliche Strand Es Trenc.
Wer sich Llucmajor nähert, der wundert sich vielleicht über die Windmühlen, die hier nicht nur Dekoration sind. Die Windkraft wird zur Bewässerung der Felder benutzt, denn die Landwirtschaft ist ein wichtiger Einkommenszweig der Region. Jeden Freitag findet auf der Placa Espana der größte Gemüsemarkt Mallorcas statt, auch mittwochs und sonntags gibt es Markt in Llucmajor. Neben frischen Waren kann man auf dem Markt sehr hübsche Keramik und auch zum Teil Schuhe günstig einkaufen. Leider sucht man aber hochwertige Modellschuhe vergeblich. Für die Produktion solcher Schuhe genießt der Ort zwar Weltruhm, aber meist gehen die Spitzenerzeugnisse direkt in den internationalen Handel. Den Schuhmachern wurde sogar ein Denkmal gesetzt, denn diesem Handwerk verdankt die Stadt seinen Aufschwung Anfang des 20. Jahrhunderts.
         
Das größte Standbild steht am Ende der Esplanade Jaume III. Es erinnert an den wohl dunkelsten Moment der Stadtgeschichte. Am 25. Oktober 1349 verlor König Jaume III. vor den Toren der Stadt die Schlacht gegen das riesige Heer von Pedro von Aragon. Unter den vielen Toten war auch der König, Mallorca verlor seine Unabhängigkeit. Das Grab des Königs war lange Zeit in der Pfarrkirche San Miguel, heute ruhen die Gebeine von Jaume III. in der Kathedrale von Palma. Dennoch ist die traditionsreiche Kirche, urkundlich bereits 1248 erwähnt, besonders von innen sehenswert. Der Hauptbau stammt allerdings aus dem 17. Jahrhundert, der Glockenturm La Micaela wurde 1820 erbaut.

Obwohl das Rathaus Casa Consistorial bereits 1882 erbaut wurde, stammen die schönsten Häuser an der Placa Espana erst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Hier lohnt es sich zu verweilen, auf den zahlreichen Bänken oder in einem der vielen Restaurants, Snackbars oder Cafes. Zu den schönsten Kaffeehäusern gehört das Cafe Colon, das 1928 eröffnet wurde.
Trotz der guten Lage gibt es nur wenige Touristenbetten in Llucmajor. Einfache Pensionen und Fincas in der Umgebung ergänzen das dünne Hotelangebot. Dafür bieten die Vermieter der Fincas oft Fahrräder und manchmal sogar Pferde für Ausflüge in die nähere Umgebung an. Zu den beliebtesten Zielen solcher Exkursionen zählt der "heilige Kloster-Berg Randa" und Capocorb Vell, 12 Kilometer vor Llucmajor. Die Talayot-Siedlung aus der Bronzezeit ist in seinen Strukturen mit Wohnhäusern und Wehrtürmen noch sehr gut zu erkennen. Golffans kommen beim Golfclub Son Antem auf dem 18-Loch-Grün auf ihre Kosten.
Am zweiten Sonntag im August findet zu Ehren der Mitpatronin der Stadt, der Jungfrau Santa Candida, das größte Fest statt. Gefeiert wird außerdem am 29. September, Sant Miquel.



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