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Petra: Wo einst die Wiege für San Francisco stand

Zugegeben: Über manche Damen mit dem schönen Namen Petra gäbe es eigentlich mehr zu berichten – eigentlich. Denn das süße Landstädtchen mit bezaubernden Häusern aus goldgelben Steinen ist eher beschaulich – ideal für alle wirklich Ruhe suchenden. Und manche Petra wäre sicher nicht erbaut, wenn sie wüsste, dass „Petra“ einst die römische Bezeichnung für diesen bräunlich angehauchten Stein war. Immerhin hat der ländliche Ort einen ganz besonderen Charme und eine echte Berühmtheit vorzuweisen: Hier wurde am 24. November 1713 der berühmte Franziskaner-Missionar Fra Junipero Serra geboren, der als Gründervater zahlreicher Städte in Kalifornien gilt.
Den Spuren des berühmten Missionars begegnet man in ganz Petra. Ob er, der Bauernsohn, wohl einst von seinem Werk träumte, als sein Blick über die weitläufigen Getreidefelder schweifte? Oder als er durch die symmetrisch angelegten kleinen Gässchen über den Carrer Major zur Klosterschule Convent de Sant Bernadi (gegr. 1607) ging. Heute erinnert ein Denkmal an die Stationen des Franziskaners, der sich 1747 auf den Weg nach Mexico machte. Junipero Serra gründete in der neuen Welt 24 Missionsstationen und Klöster, aus denen sich Städte wie San Diego, San Francisco, Los Angeles und Santa Barbara entwickelten. Seine Büste steht neben A. Lincoln im Washingtoner Capitol, 1988 wurde Fra Junipero Serra selig gesprochen.
Auch auf dem Weg westwärts von der Klosterschule bis zum Geburtshaus des berühmten Sohnes der Stadt findet man am Carrer Frey Junipero schöne Kacheln mit den verschiedenen Missionen. In der Nachbarschaft des Geburtshauses, im Viertel Barracar Alt, wurde das Museum Museu Juniper Serra eingerichtet. Neben der Ausstellung von Original-Exponaten, wird mit Dokumenten und Landkarten das Lebenswerk des frommen Franziskaners dokumentiert. Um das Museum zu besichtigen, kann man sich einfach den Schlüssel holen (Carrer P. Miguel de Petra 2). Das Haus ist ausgeschildert. Der Eintritt ist frei, Spenden werden aber gern angenommen.
Nach einer Tour auf den Spuren Serras kann man sich in kleinen Restaurants an guter ländlicher Küche laben. Dazu gibt es sehr guten Weiswein aus Trauben, die in der Umgebung gedeihen. Ein besonderer Tipp ist der historische Keller Celler Antiguo (Carrer California 46). Direkt an der Placa de Petra kann man nicht nur gut essen, sondern auch übernachten. Leider gibt es nur drei Doppelzimmer, die aber sehr stilvoll eingerichtet worden sind.
Seit einigen Jahren wird Petra in die Tourenpläne von Radtouristen eingebaut. Auf ihrem Weg nach Petra besuchen sie auch die Kathedrale der Berge, das Kloster Bonany, mit seiner reizvollen Auffahrt.
Direkt zur Weinlesezeit, am dritten Sonntag im September, findet das Festa de Beat Junipero Serra statt. Wunderschön geschmückte Wagen ziehen dann zu Ehren des Missionars durch die Stadt. Weitere Festtage sind Santa Praxedes am 21. Juli und Festas del Angels (Anfang August).



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