Personen:
Von:
Bis:
Abflug:
Zielort:
 
de-Bild

Schnellsuche

Ureinwohner, Piraten und einkaufsfreudige Touristen:
Santanyí hat eine wechselvolle Geschichte

Im Südosten Mallorcas, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt, liegt das kleine Städtchen Santanyí. Vor der Abtrennung von Ses Salines war hier einst die längste Küste der Insel, vom heutigen Cala d’Or (früher Cala Llonga) bis zum Puerto de Campos (Colonia de Sant Jordi). Noch heute befindet sich hier der Gemeindesitz der Küstenorte zwischen Cala D’Or und der Südspitze Mallorcas. Zum Ort gehören in tief eingeschnittenen Buchten die kleinen Sandstrände Cala Santanyí und Cala Llombards. Zwischen den Stränden ist der mächtige, bizarre Felsen Pontas vorgelagert.
Der Ortsname entstand aus dem lateinischen Namen eines Landgutes, „Sancti Agnini“ (heiliges Lamm). Nach Überlieferungen schlossen sich mehrere Landgüter zu einer Gemeinde zusammen, die durch Jaimell im Jahr 1300 mit Stadtrechten ausgestattet wurde. Auch heute bildet die Landwirtschaft, speziell die Mandelbaumernte, eine wichtige Einnahmequelle der Bürger von Santanyí.
Durch die besondere Lage war Santanyí immer wieder Schauplatz zahlreicher feindlicher Landungsversuche und häufigen Angriffen von Piraten ausgesetzt. Die nahe gelegene Insel Cabrera diente lange Zeit den Piraten als Schlupfwinkel und Stützpunkt für Raubzüge und Schmuggel. Von bewegten Zeiten zeugen noch Reste der Stadtmauer, von der noch die Porta Murada besonders gut erhalten blieb. Die Häuser sind aus dem charakteristischen weißen Sandstein erbaut, der sich im Laufe der Jahre goldgelb verfärbt. Dieser Sandstein aus den nahe gelegen Steinbrüchen wurde zum Bau zahlreicher Bauten auf der ganzen Insel verwendet. Beim Abbau fand man auch prähistorische Funde, die auf eine frühe Besiedlung der Region schließen lassen. Die meisten Relikte aus römischer Zeit wurden aber im abgetrennten Gebiet von Ses Salinas gefunden.
Zu den älteren Bauwerken der Stadt gehört die Rosenkranzkapelle Capella del Roser, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Direkt am Hauptplatz Placa Major erhebt sich auch die Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert, die 1811 fertig gestellt wurde. In der Sant Andreau Apostel ist einer der wertvollsten Orgeln Spaniens, erbaut vom bedeutendsten Orgelbauer des Landes, Jordi Bosch aus dem Konvent Santo Domingo. Ihm zu Ehren findet hier alljährlich im Oktober mindestens ein großes Orgelkonzert statt.
Im Zentrum von Santanyí finden mittwochs und samstags Märkte statt, die sich an historischen Vorbildern orientieren. Diese Markt-Tage werden von vielen Touristen aus den benachbarten Küstenorten regelmäßig besucht. In der Hauptsaison wird man fast an die Überfälle der Piraten erinnert, aber die Gäste von heute sind gern gesehen, und tauschen mit Freude Geld gegen einheimische Waren. Nach einem ausgiebigen Marktbummel kehrt man hungrig in eines der kleinen Restaurants ein.
Ein Abstecher lohnt sich zum Heiligtum Nostra Senyora de la Consolacio, zwischen Santanyí und Alqueria Blanca. Hier soll einst die Schwester des heiligen Benedicts gelebt haben: Escolastica wird als „Regenmacherin“ auf der ganzen Insel verehrt.



Hotels in Santanyí


Möchten Sie Orte oder Objekte in der Nähe von "Santanyí" finden?

Suche innerhalb von: