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Sineu - Ein Städtchen steht im Mittelpunkt

Im Zentrum der Insel und des Interesses liegt dieser kleine Ort mit großer Vergangenheit. Zahlreiche archäologische Funde deuten darauf hin, dass der Hügel in der fruchtbaren Ebene schon sehr früh, wahrscheinlich bereits in der Bronzezeit, besiedelt wurde. Während der römischen Besatzung wurde dann die Region mit seinen landwirtschaftlichen Anbauflächen zum Herzstück der Agrarproduktion.
Sineu gilt als der erste und älteste Marktflecken der Balearen. In dieser Tradition steht auch der Aufmarsch der fliegenden Händler, die Mittwochs auf dem bekanntesten Wochenmarkt Mallorcas zu bestaunen sind. Mit ihren faszinierenden Ständen stellt der Markt für die gesamte Umgebung ein besonderes Ereignis dar. Ob Lederwaren, Stoffe, Obst, Gemüse, Blumen oder Tüten mit lebenden Schnecken – hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Den zahlreichen reichen Touristen offeriert man zudem ein großes Angebot an Antiquitäten. Außerdem wird auch noch ein Viehmarkt abgehalten, auf dem Ziegen, Schafe, Hühner, Schweine, Kaninchen und Vögel per Handschlag verkauft werden.
         
Am höchsten Punkt des Ortes mit seinen 2.800 Einwohnern erhebt sich die markante Pfarrkirche Mare de Déu dels Angels mit ihrem freistehenden Glockenturm. Eine breite Freitreppe führt hinauf zum imposanten Hauptportal, über dem der geflügelte, schildbewehrte Löwe von Sineu thront und den Anschein erweckt, als würde er die Stadt mit grimmigem Blick bewachen. Die verschwenderische Innenausstattung, bestehend aus alten Gemälden, glänzenden Silberleuchtern, mittelalterlichen Figuren und kostbaren Altaraufsätzen, ist außergewöhnlich beeindruckend. An einer Seitenwand der Kirche befindet sich eine hübsche Sonnenuhr aus dem Jahr 1664 und nebenan im Pfarrhaus (Casa Rectoral) sind Hunderte von Keramiken aus dem 12. und 13 Jahrhundert ausgestellt.
Wer einige Schritte weitergeht, der entdeckt in einer schmalen, unscheinbaren Straße ein wunderschön gearbeitetes Wegekreuz aus dem Jahr 1585. Wenige Meter davon entfernt steht das Rathaus Casa Consistorial, ein früheres Franziskanerkloster mit einem sehenswerten, von Arkaden eingerahmten Innenhof und einem meisterhaften Marmorbrunnen.
Der ehemalige Bahnhof des Ortes dient nun dazu, Kultur auf den Weg zu bringen. Der ansehnliche Jugendstilbau beherbergt das Kunstzentrum S`Estació mit eindrucksvollen Ausstellungen und ist zudem eine gute Adresse für erstaunlich vielfältige Veranstaltungen. Ein Bummel durch die engen Gassen, über Treppen und miteinander verbundenen Terrassen von Sineu offenbart weitere, außerordentlich reizvolle Stadt-Ansichten. Lohnend ist zum Beispiel ein Besuch des einstigen mittelalterlichen Königspalastes, der den Nonnen des Franziskanerordens überlassen und später durch eine Klosterkirche erweitert worden war. Und zum Verschnaufen empfiehlt sich, einen der zahlreichen „Celler“ aufzusuchen, um in dem Gewölberestaurant eines der traditionellen, schmackhaften, mallorquinischen Gerichte zu sich zu nehmen.



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