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Große Runde um Valldemossa

Auf dem Reitweg des Erzherzogs Ludwig Salvator

Valldemossa – Pla d’es Pouet – Mirador de Ses Puntes – Coll Estret de Son Gallard – Caragolí – Teix – Refugi d’es Cairats – Valldemossa



Ausgangspunkt: Von der Bushaltestelle an der Plaça Camp de Vànol in Valldemossa (437 m) folgt man ein kurzes Stück der Landstraße in Richtung Palma. Vorbei am Carrer de Canonge biegt man nach dem zweiten Parkplatz links in den Carrer de Na Maas und 20 m darauf rechts in den Carrer de Son Gual ein. Vor dem Herrenhaus Son Gual mit dem zinnenbewehrten Turm geht es links den Carrer dels Pins hoch und nach 150 m rechts den Carrer Ullastres weiter. An der nächsten Gabelung geht man nochmals links (Carrer dels Ametlers) und an dessen Ende rechts in den Carrer dels Olivers (Sackgasse) bis zur Ca’n Massana. Autofahrer können hier parken (zu Fuß 10 Min.).

Gehzeiten: Valldemossa – Pla d’es Pouet ¾ Std., Pla d’es Pouet – Mirador de Ses Puntes ½ Std., Mirador – Refugi ½ Std., Refugi – Coll de Son Gallard ¼ Std., Coll de Son Gallard – Teix 1¾ Std., Teix – Refugi d’es Cairats 1 Std., Refugi d’es Cairats – Valldemossa 1 Std.; Gesamtzeit 5¾ Std.

Höhenunterschied: 620 m.

Anforderungen: Lange, anstrengende Tour mit steilen Auf- und Abstiegen. Für die Gratwanderung sollte man schwindelfrei sein und keinesfalls bei Nebel weitergehen.

Einkehr: Zahlreiche Bars und Restaurants in Valldemossa.

Wer nach der "kleinen Runde" Lust auf mehr hat, wird sich mit der um den Mirador de Ses Puntes und den Aufstieg zum Teix erweiterten "großen Runde" voll gefordert fühlen. Auf alten Reitwegen des Erzherzogs Ludwig Salvator eröffnen sich stets neue einmalige Küsten- und Gebirgspanoramen. Am Wendeplatz vor der Ca’n Massana gehen wir hinter dem Eisengatter die Piste aufwärts und biegen nach 200 m links in einen steinigen Karrenweg ein. Vorbei an Olivenbäumen und Steineichen wird über eine Leiter ein Eisentor überstiegen. Eine Minute danach knickt vor der Quelle Font d’es Abeurada der Weg rechts ab und windet sich in Schleifen zur Pla d’es Pouet hinauf. Die Lichtung wird nach einem Mauerdurchlass erreicht, das erste steile Wegstück liegt hinter uns.

Wir folgen geradeaus weiter dem mit roten Punkten markierten Weg, vorbei an rechter Hand liegenden kreisrunden Steinaufschüttungen und einem Köhlerplatz. 5 Minuten nach der Mauer wird am Brunnen Font d’es Pouet eine zweite Lichtung erreicht. Rechts geht es auf direktem Weg zum Coll Estret de Son Gallard, wir gehen geradeaus weiter durch anfangs dichten Wald mit etlichen abgestorbenen Steineichen. An einem Köhlerplatz stoßen wir auf einen am Weg stehenden Backofen, der bezeugt, dass die Köhler früher mitten im Wald direkt an ihrem Arbeitsplatz wohnten. Nach einem zweiten konisch geformten Backofen wird der Mirador de Ses Puntes erreicht. An exponierter Stelle ließ der österreichische Erzherzog einen von einer Zinnenmauer gesicherten Aussichtsplatz anlegen. Vom Mirador fällt das Hochplateau fast 400 m senkrecht ab. Der Panoramablick über die Ebene hinweg reicht bis zum Gipfel des Galatzó im Südosten.

Vom Mirador folgen wir dem stellenweise etwas undeutlichen Weg durch dichten Steineichenwald aufwärts. Zu den roten Punkten gesellen sich gelbe Markierungspfeile hinzu und bald ist der mit Stützmäuerchen befestigte Reitweg des Erzherzogs wieder eindeutig. Ein viereckiger trigonometrischer Messpunkt markiert den Gipfel des Pouet (855 m). Vor uns in nordöstlicher Richtung wird bereits das nächste Etappenziel sichtbar: das auf dem bewaldeten Gipfel des Veià (869 m) liegende Refugi. Die ebenfalls vom Erzherzog errichtete Schutzhütte ist in einem ruinösen Zustand, bietet sich der grandiosen Aussicht wegen dennoch für eine kurze Rast an. Nun fühlt man sich mitten drin in der Tramuntana. Nicht nur der Galatzó zeigt sich, nach Nordosten schauen wir über die steile Felswand des Caragolí hinweg (zu der wir im weiteren Wegverlauf aufsteigen werden) auf die beiden höchsten Berge Mallorcas, den Puig Major und rechts davon auf die Massanella. Von der Schutzhütte steigen wir auf dem mit roten Punkten markierten Weg zum Coll Estret de Son Gallard (762 m) ab, immer die schroffe Steilwand des Caragolí im Blickfeld. Der Pass mit der im spitzen Winkel gemauerten Sitzbank war früher ein Vogelfangplatz, was leicht an der Art und Weise, wie die Bäume stehen, erkennbar ist. Auf ihrem Weg zu den Schlafplätzen nutzten die Drosseln die wie Einflugschneisen angeordneten Bäume und verfingen sich in den Netzen der Vogelfänger.

Der Pass ist gleichzeitig ein Wanderkreuz: Rechts führt ein breiter Weg abwärts zur Pla d’es Pouet, links hinter einer Gestrüppbarriere verborgen lässt es sich auf einem Pfad zur C 710 absteigen. Wir gehen geradeaus auf dem Reitweg weiter und lassen die Steinbank, auf der sich wahrscheinlich schon die Arbeiter des Erzherzogs ausruhten, links liegen.

Bereits drei Minuten später können wir auf einem mit roten Punkten markierten Pfad einen kurzen Abstecher zur rechts vom Reitweg gelegenen Cova de s’Ermita de Son Moragues machen: Nach knapp 200 m stoßen wir auf einen Mauerdurchlass. Von der Mauer halten wir geradeaus weiter auf eine Steinumfriedung zu, bis wir ein über einem Felsblock befestigtes Holzkreuz sehen können. Genau darunter liegt die mit einem Altar und Devotionalien ausgeschmückte Höhle. Der Unterschlupf ist zeitweise bewohnt, um die Privatsphäre nicht zu verletzen, sollte man sich vor dem Betreten versichern, ob jemand zu Hause ist.

Zurück auf dem Hauptweg passieren wir bald eine Maueröffnung. Der Reitweg ist nun für ein Stück unterbrochen, wir gehen auf einem Trampelpfad links hoch und treffen 2 Minuten später wieder auf den Reitweg. Hier gehen wir links steil hoch weiter. Nach kurzem Anstieg sind wir auf der Steilwand angelangt. Hier beginnt ein imposanter Höhenweg, der direkt an der Abbruchkante der Wand entlang führt und auf den nur wenige Meter über das Hochplateau hinausragenden Gipfel des Caragolí zuhält. Die so gut wie baumlose Landschaft ist von einer anspruchslosen Igelbuschvegetation überzogen. Hüfthohe Steinpyramiden links am Wegrand markieren den Abstieg nach Deià (siehe Tour 14). Wir halten weiter auf den vor uns liegenden massigen Teix mit seinen drei spitzen Kuppen zu, die mittlere davon ist der Gipfel, den es zu besteigen gilt. Zuvor können wir noch den direkt am Weg liegenden Caragolí (944 m) erklimmen, was allerdings keine große Sache ist und innerhalb von zwei Minuten bewerkstelligt werden kann.

Vom Caragolí hält unser Weg auf ein in einer Senke liegendes Kiefernwäldchen zu. Genau vor dem Wäldchen erreichen wir eine Steinpyramide, an der sich der Weg gabelt. Wir nehmen den linken Abzweig. Eine zweite bewaldete Senke wird durchlaufen und wir kommen zu einer weiteren großen Steinpyramide. Mit etwas Glück zeigt das Holzschild »Al Teix« in die richtige Richtung, wir müssen uns jedenfalls links halten. Schon nach wenigen Metern gilt es, eine kurze Kletterpartie auf allen Vieren einzulegen, um einen Katarakt zu überwinden. Der Weg läuft auf eine hohe Trockenmauer zu, rechts gibt ein Durchlass den Weg frei. Nun lässt sich bereits die trigonometrische Säule auf dem Teix (1064 m) erkennen. Der Weg führt durch die Pla de Sa Serp (Schlangenebene), die bequem durchwandert wird. Am Fuß des Berges zweigen mehrere Trails zum Gipfel ab, die bald zusammenführen. Die Besteigung des Teix stellt sich problemloser heraus, als es zunächst den Anschein hat, und schon bald stehen wir an der Gipfelsäule.

Vom Gipfel geht es auf dem gleichen Weg durch die Schlangenebene zurück bis zur Steinpyramide nach der kurzen Kletterpassage. Nun gehen wir auf dem Reitweg des Erzherzogs links über die Hochebene und steigen zum Refugi d’es Cairats ab. Wanderer, welche bereits die kleine Runde um Valldemossa (siehe Tour 12) gemacht haben, werden diesen Weg bereits vom Hinweg kennen. An der Schutzhütte beginnt ein breiter, steiler Fahrweg, der uns durch den Torrent d’Avall (Cairats-Tal) hinunter nach Valldemossa bringt. Nachdem die ausgeschilderten Köhlerplätze, ein Kalkofen und ein Holztor hinter uns liegen, halten wir uns an der Verzweigung rechts und bleiben bis Son Gual am Ortsrand von Valldemossa auf diesem Weg.

Weitere Tal- und Höhenwanderungen finden Sie im Rother Wanderführer